Die Welt ist eine Kugel – 360° Panoramen

Einer der größten Unterschiede zwischen einem Foto und der Realität ist, dass man sich auf einem Bild nicht umsehen kann. In der Wirklichkeit kann man sich mit wenigen blicken einen Rundumblick verschaffen. 360° x 180° Live und in Farbe. Nun wäre es ja schön wenn man die Möglichkeit hätte sich mitten in ein Bild zu stellen und umzusehen. Schon zu analogen Zeiten wurden mit speziellen Kamera Panorama aufnahmen erstellt. Dies geschah meist über ein sich drehendes Objektiv im der Kamera, um so einen größeren Teil der Wirklichkeit abzubilden.

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Eine andere Möglichkeit sind Objektive die einen möglichst geringe Brennweite haben. Man kann mit einem Fischauge einen Bildwinkel von bis zu 220° erreichen. Allerdings erhält man noch immer ein Bild, um dem Betrachter ein interaktives Erlebnis bieten zu können gibt es seit längerer zeit die Möglichkeit sogenannter Panorama Player. Hierfür werden Bilder aus allen Richtungen an einem Ort aufgenommen, die dann anschließend an einem Computer zu einem interaktiven 360° Panorama zusammengesetzt werden.

Allerdings muss man beim Aufnehmen eines Panoramas auf einige Dinge achten. Wenn die Kamera um den Stativpunkt gedreht wird, kommt es zu Parallaxefehlern. Diese entstehen da sich der Vordergrund in Relation zum Hintergrund schneller verschiebt. Wenn man also am linken Bildrand 2 Laternen hat die genau hintereinander stehen, müssen diese am rechten Bildrand genauso hintereinander sein.

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Um nun keine Fehler bei den Aufnahmen zu erhalten muss die Kamera um den Nodalpunkt gedreht werden. Dieser Punkt befindet sich meist kurz hinter dem Eingang des Objektives. Da man es nun nicht schafft die Kamera für 20 Aufnahmen immer um den selben Punkt zu drehen, gibt es extra für diese Aufnahmen einen Panorama-Adapter oder Nodalpunktadapter. Dieser versetzt die Kamera in das Querformat und lässt Sie um den Namensgebenden Nodalpunkt drehen.

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Wenn man ersteinmal ein wenig in die Panoramafotografie reinschnuppern möchte reicht ein selbstbau Adapter. Diesen kann man schon für wenig Geld mit einfachen Mitteln aus dem Baumarkt basteln. Wenn man an diesem Adapter den Nodalpunkt eingestellt hat kann man die entsprechenden Aufnahmen machen. Die Bilder sollten sich ca. 20% überlappen. Da in dem Panorama immer das Stativ zu sehen ist, sollte man noch eine Aufnahme nach Unten und ggf. nach Oben machen. Dies sind die Nadir und Zenit Aufnahmen.

Wenn man nun die Aufnahmen in Lightroom etc. bearbeitet hat benötig man ein entsprechendes Panorama Stiching Program (Kostenlos Hugin oder Kostenpflichtig PTGui) mit Hilfe dieses Programms wird nun ein Equirectangulares Bild erstellt. Außerdem kann man bei diesem Schritt auch andere Bilder erstellen z.B. einen Little Planet.

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Dieses kann wiederum mit einem entsprechenden Player angesehen werden (Kostenlos Open Pano oder Kostenpflichtig Pano2VR / KRPano ). Natürlich muss man in jedem Schritt einiges beachten. In der nächsten Zeit werde ich versuchen Schritt für Schritt erklären wie man von einem Bild zu einem Panorama kommt.

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